Samstag, 6. März 2010

Visit to Transpek Industries and ABB India near Vadodara

In Begleitung von Prof. Manish Parihar und Prof. Sameer Rohadia sowie den Studenten Rahoul Chandra und Shreya Jetty vom Parul Institute of Management besichtigten wir am Vormittag ein Werk von Transpek Industries am Stadtrand Vadodaras.
Das Unternehmen stellt chemische und petrochemische Vorprodukte her. So haben wir uns nach einem Vortrag z.B. die Produktion von Chloridgas angesehen und das Biolabor gesehen. Die Mitarbeiter sind sehr überzeugt und begeistert von ihrer Arbeit und dem Unternehmen.

Alle Vorurteile über indische Unternehmen aus der Chemiebranche wurden hier absolut erfüllt. Das Ausgangsmaterial wie z.B. Schwefel lag gut gesichert unter freiem Himmel und ermöglichte die leichte Entnahme für private Zwecke. In der Vorstufe der Chloridgasproduktion (?) tropfte Flüssigkeit aus einem Hochsicherheitsbehälter, der von unten mit einer Plastiktüte abgesichert war, in ein "Wasser"-Becken. Das ganze wurde in eine ca. 25m hohe Anlage - hat man sie am Ende der 30er Jahre aus Deutschland eingekauft? - hochgepumpt und tropfte anschließend in Form neuer Verbindungen wieder herunter. Invention made in India. Für die Reinigung von Abwässern sorgte als Vorstufe die Umgebungsluft, indem das schwefelhaltige Wasser in einem hohe Bogen in ein Klärbecken spritzte. Hans' Frage nach den Sicherheitsvorkehrungen wurde mit einem Hinweis auf den Sicherheitshelm beantwortet (welche wir dankenswerter Weise zu Beginn der Führung erhalten haben). Aus gutem Grund war das Rauchen und Fotografieren verboten. Transpek engagiert sich daher auch sehr stark in sozialen Projekten - das kann man auch als "Green Washing" bezeichnen!
Trotz dieser krassen Beschreibung ist das Unternehmen mehrfach ISO-zertifiziert und produziert unter anderem für BASF. Die Begeisterung für ihre Arbeit und das soziale Denken, z.B. die Förderung der Frau, konnten die Mitarbeiter von Transpek erfolgreich auf uns übertragen.

Auf der Fahrt zu ABB haben wir uns einen Tempel der Glaubensgruppe Swarmina angesehen. Da wir uns sehr anständig verhalten haben (Dr. Shah hatte uns natürlich entsprechend gebrieft) und als Europäer gern gesehene Gäste sind, wurden wir von der Gemeinschaft kurzer Hand zu einem kleinen Imbiss eingeladen. Einfach Klasse!




Bei ABB India wurde uns in einer Präsentation das Unternehmen ABB im Allgemeinen und die indische Tochter im Speziellen vorgestellt.

Eine Demonstration von z.B. Transformatoren und Steuerungsanlagen zeigte uns das Portfolio der an indischen Standorten entwickelten und produzierten Produkte auf.

Den eindrucksvollen Fertigungsprozess riesiger Hochspannungstransformatoren konnten wir live vor Ort besichtigen. Der Besuch dort am Nachmittag war absolut interessant.


Mittlerweile hat sich in der Kommunikation mit den Indern eine ganz gute Sicherheit in der Anwendung des Englischen eingestellt.

Aber viele Einheimische sprechen so schnell und undeutlich, dass einem die Ohren schlackern.

Außerdem haben wir die ersten Worte auf Hindi gelernt:
"Mira nam Michael" heißt "Mein Name ist Michael"
"Motsche garmi lagti hei" heißt "Mir ist heiß"

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