Donnerstag, 11. März 2010

indisches Dorfleben...


Auf der Fahrt zum Babaria Institute of Technologie macht wir einen kurzen Zwischenhalt in einem kleinen, typisch indischen Dörfchen.
Die Bustür geht auf, und uns strömt heiße, trockene Luft entgegen. Obwohl keiner der Dorfbewohner von unserem Besuch wusste, sofort vom Bürgermeister empfangen. Eine Familie gibt uns unaufgefordert die Möglichkeit, ihr kleines Lehmhäuschen von innen anzusehen. Im Vorhof steht ein Kalb, das Haus besteht nur aus Wohnzimmer und Ŝchlafzimmer. Es ist komplett aus Holz und Lehm gebaut und erinnert entfernt an ein Holzhaus aus dem 15. Jahrhundert. Die Einrichtung besteht größtenteils aus 3 Metallfässern, die den Getreidevorrat der Familie beinhalten, und einem Regal, auf dem das sorgsam gestapelte Blechgeschirr steht. In einer Ecke liegen Decken und einige Matratzen. Natürlich darf auch der Fernseher mit Satellitenempfang nicht fehlen.
Alles in allem war es überraschend sauber und ordentlich.



In der hinten gelegenen Küche raucht noch das Feuer vom Mittagessen. Im Hinterhof waschen sich Kinder, daneben stehen einige Büffel. Durch die staubige Dorfstrasse machen wir uns auf auf den Weg zum Rathaus. Es besteht aus zwei Zimmern, die mit einigen Plastikstühlen und einem Schreibtisch ausgestattet sind.
Direkt gegenüber des Rathauses befindet sich ein ausgetrockneter See, an dessen letzten Wasserlöchern einige Kühe stehen. An einem Brunnen waschen Frauen Wäsche. Die Hitze steht und der durch den Verkehr aufgewirbelte Staub machen das Atmen anstrengend. Wir verabschieden uns dankend, und sind froh, wieder in unseren klimatisierten Bus einsteigen zu können. Gerührt und sichtlich beeindruckt winken wir den Dorfbewohnern zurück, als unser Bus über die holprige Straße davon fährt.

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